• Leben Lieben Lassen- Inspirationen zu Persönlichkeit, Beziehung und Selbstliebe

    Kleine Zeichen – warum Geben richtig glücklich macht, auch Dich selbst

    Das Leben kann manchmal wirklich wunderbar sein- und sehr
    überraschend! Oft sind es die kleinen Momente des Glücks, kleine Gesten und Zeichen,
    die in uns eine große Welle der Freude, der Kraft, und des Wissens um einen
    tiefen Sinns auslösen. Dann erleben wir einen Moment größter Stimmigkeit, wir
    wissen dass alles richtig ist, wie es jetzt gerade ist und dass wir genau an
    dem Platz sind, an dem wir sein sollten.

     

    Ich hatte einen solchen „Wow“- Moment gestern
    morgen, beim Blick in den Briefkasten. Eine blaue Karte schaute zwischen den
    Briefen heraus. Auf der Rückseite stand nur mein Name, kein Absender, keine
    Briefmarke. Jemand hatte sich also die Mühe gemacht, die Karte persönlich in
    meinen Briefkasten zu stecken.

     

    Darauf stand in großen, weißen Buchstaben:

     

    DAS KLEINE GLÜCK IST OFT GANZ GROSS

     

    Ich habe die Botschaft sofort verstanden. Und Sie hat mich
    sehr, sehr glücklich gemacht. Die Botschaft des anonymen Kartenschreibers oder
    der Kartenschreiberin war eine Resonanz auf einen meiner letzten Blogartikel
    und meines Podcasts. 

     

    In diesem Moment ging die Sonne in mir auf. Ich war unglaublich
    berührt und dankbar. Mir wurde ganz tief bewusst, dass das was ich in die Welt
    sende, zu mir zurückkommt.

     

    Natürlich weiß ich, dass meine Blogartikel gelesen und
    geteilt und gelikt werden, ich kenne die Downloadzahlen meines Podcasts und ich werde von Klienten oft darauf angesprochen. Nur
    schreibe ich nicht für Zahlen oder Likes, ich schreibe für die Menschen
    dahinter, für jeden Einzelnen. Ich schreibe und podcaste über Beziehung,
    Persönlichkeit und innere Balance, weil es mir am Herzen liegt und weil ich
    etwas weitergeben möchte. Nicht weil ich etwas erwarte. Das ist mir alles
    bewusst und wunderbar.

     

    Aber dass ich damit auch wirklich etwas aussende, dass
    andere Menschen in ihrem Innersten erreicht, dass Sie sich gemeint fühlen, dass
    lässt sich nicht in Zahlen, Likes und Abonnenten ablesen. Das spürt man erst,
    wenn die Resonanz einen selbst erfasst.

     

    Uns diese Karte war eine der kleinen Botschaften, die genau
    das ausdrückte. Sie hat mir etwas gegeben, dass Sinn, Wert und Glück gleichzeitig
    war. Genau das ist der Grund, warum ich tue, was ich tue. Alles stimmt. Tausend
    Dank dafür!

     

    Wenn wir anderen Menschen ein Zeichen senden, Sie
    wertschätzen, etwas Unerhofftes tun, Ihnen etwas freundliches sagen, dann
    senden wir ein Signal. Diese Botschaft lautet: Du bist gemeint, Du bist
    wichtig, Du bist wunderbar, Du bist wertvoll. Alles ist gut.

     

    Damit berühren wir unsere Gegenüber in seinem Wesenskern und
    gehen mit Ihm in Resonanz. Wir lösen einen Prozess aus, der auf uns selbst zurückfällt.
    Es ist, als ob man einen Stein in einen See wirft, und dieser zieht immer
    weitere Kreise. Und diese Kreise erfassen auch Dich selbst. Das kannst Du gar
    nicht verhindern.

     

    Die Energie, die wir aussenden ist auch in uns selbst. Wie
    sollte es anders sein. Wenn wir hassen, dann fühlt es sich auch in uns selbst
    schlecht an. Machen wir jemandem eine Freude, dann ist ein bisschen davon auch
    in uns. Woher sollte es sonst auch kommen?

     

    Warte also nicht darauf dass jemand auf Dich zukommt, um
    Dich zu lieben, zu akzeptieren oder wertzuschätzen. Fang einfach an. Sende ein
    kleines Zeichen, dass andere glücklich macht. Es wird auch Dich berühren. Du
    wirst sehen…

     

    Das glaubst Du nicht? Okay, das verstehe ich. Und ich werde
    nicht versuchen, Dich vom Gegenteil zu überzeugen. Aber denk daran, dass Du
    neue Erfahrungen nur dann machen wirst, wenn Du etwas Neues ausprobierst. Hast
    Du Lust darauf?

     

    Ich lade Dich zu einem Selbstversuch ein. Er wird nur ein
    paar Tage dauern.

    Hier ist er: Unter diesem Link findest Du eine kurze Selbtscoaching-Anleitung
    als PDF.

     

    Viele meiner KlientInnen haben dieses Experiment schon
    gemacht und waren sehr überrascht. Ich bin gespannt, was Du dabei erlebst. Wenn
    Du magst, schreib mir. Ich freu mich, von Dir zu hören.

     

     

    Viel Freude beim Entdecken. Herzlichst, Deine Claudia.

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    Die „Alles ist ganz einfach!“- Falle. Wie Du Dir in nullkommanix garantiert (k)einen Traum erfüllst…

    Ist Dir eigentlich schon mal aufgefallen, dass überall schnelle
    Versprechen und sofortige Wunderlösungen auf Dich warten?

    Wenn ich so durchs Internet surfe oder auf Facebook
    unterwegs bin, dann kann ich mich kaum retten vor lauter Heilsversprechen.
    „Wie Du jetzt Deinen Traummann findest…“, „Das Geheimnis der
    Wunderheilung“ ,“Wie Du schnell reich wirst…“, „Schlank
    über Nacht“ und vieles andere mehr. Schon in der Überschrift wird soviel Blaues
    vom Himmel versprochen, dass der gesunde Menschenverstand ins Zweifeln kommen
    müßte. Dasselbe Phänomen findet sich auch in der Ratgeberecke in meinem
    Lieblingsbuchladen. Auch dort versprechen die Buchtitel jede Menge ultimative
    „5 Minuten Lösungen“ um schön, gesund, reich, sexy und natürlich auch
    glücklich zu sein.

     

    Höher, weiter, schneller- und zwar sofort, beinahe mühelos
    ganz ohne Anstrengung bekommst Du angeblich die Lösung, die Du Dir wünscht um
    Dein Leben im Schnelldurchlauf zu verändern.

     

    Und ganz ehrlich: es klingt ja auch sehr verlockend so eine
    Überschrift, die das ganz dicke Ding verspricht. Bringt sicher auch jede Menge
    Klicks und Likes, User  und Kunden. Und
    das ist ja auch der Sinn- es geht darum, etwas zu verkaufen.

     

    Und wäre es nicht wirklich ganz wunderbar, wenn Veränderung
    so einfach wäre?

     

    Ich frag mich nur, warum es dann immer noch schwierige
    Beziehungen gibt, Menschen die einsam sind oder unglücklich, oder die
    irgendwelche Probleme haben. Haben die etwa was falsch gemacht? Oder hab ich
    vielleicht irgendwas an den superschnellen Lösungskonzepten nicht richtig
    verstanden?

     

    Ich glaube nicht. Ich habe dazu eine ganz eigene Meinung.
    Vielleicht wird Sie Dir nicht gefallen. Ich halte all die „Über Nacht- in
    5min- wie durch ein Wunder Lösungen“ für reine Werbeversprechen. Manchmal
    finde ich sie regelrecht unseriös. Aber es liegt ja an jedem selbst, was er für
    wahr hält. Meine Erfahrungen in Coaching und Beratung sagen mir etwas anders.
    Und vielleicht werden Sie Dir nicht gefallen…

     

    Nein- Dein Dispokredit wird sich nicht über Nacht ins Plus
    drehen, Deine Beziehungen werden auch nicht durch ein Wunder heilen und Erfolg
    hat nichts mit einem ultimativen Geheimrezept zu tun. Es gibt keine
    blitzschnellen und kinderleichten Sofortmaßnahmen für schnellen Reichtum,
    glückliche Beziehungen oder ein gesundes Selbstvertrauen- für mehr Erfolg in
    Deinem Leben.

     

    Was nicht bedeutet, dass es nicht möglich wäre Ziele zu
    erreichen und etwas in seinem Leben zu verändern. ABER: etwas zu verändern,
    sich zu entwickeln, Ziele zu erreichen- das hat soviel mit einem Wunder zu tun
    wie die ultimative Geheimpille mit einem Gewichtsverlust. Gar nichts.

     

    Veränderung ist möglich, aber sie geschieht nicht von allein…

     

    Um ein Ziel zu erreichen, muss man sich auf einen Prozess
    der Veränderung einlassen und etwas tun. Veränderung und Selbstentwicklung sind
    keine Hauruckaktionen für die Du nur da richtige Rezept brauchst. Veränderung
    ist  ein Weg. Und er beginnt in uns
    selbst. Er braucht Verantwortung und die innere Bereitschaft etwas anderes zu
    tun als bisher. Denn erst dann wirst Du wirklich etwas Neues erleben. Nur dann
    kann Veränderung nachhaltig sein, von innen nach außen.

     

    Alles andere, jede schnelle  Lösung, die Dir jemand aufklebt wie ein Schild
    auf die Stirn, wird schnell wieder abfallen. Weil sie nicht mit Dir verbunden
    ist, weil Du sie nicht entwickelt hast, weil es nicht Dein Prozess war.

     

    Tut mir leid, wenn ich Dich enttäusche. Ich halte nicht viel
    davon, Klienten mit Heilsversprechen zu locken.

     

    Ich gehe davon aus, dass meine Klienten selbst die Experten
    für Ihr Leben und Ihre Lösungen sind. Sie haben vielleicht ein Problem in Ihrer
    Beziehung, in Ihrem Job, mit sich selbst. Das mag sein. Aber das bedeutet
    nicht, dass Sie generell klein und hilflos sind.

     

    Meine Aufgabe in Coaching und Beratung ist daher auch nicht,
    jemandes Problem zu lösen, meine Aufgabe ist meine Klienten dabei zu
    unterstützen, es selbst zu tun. Selbstwirksamkeit ist das Konzept auf das ich
    setze, die Aktivierung der eigenen Ressourcen, das Nutzen bereits vorhandener
    Kompetenzen, die Entwicklung eigener Lösungen.

     

    Wenn Du Dich dafür entscheidest, wirst Du Dich Deinen
    Ängsten stellen müssen und Du wirst anfangen Dich selbst und Deine Probleme mit
    anderen Augen zu sehen. Du wirst neue Schritte wagen und das wird eine
    Herausforderung sein. Du wirst Deine Komfortzone verlassen und Neuland
    betreten. Und wahrscheinlich wirst Du dabei auch mal auf die Nase fallen und
    wieder aufstehen.

     

    Aber dieser Weg lohnt sich. Ich verspreche es Dir. Es ist
    der Weg zu Dir selbst und wenn Du ihn gehst, wirst Du Dinge erreichen und
    erleben können, von denen Du bisher nur geträumt hast. Denn in Dir steckt viel
    mehr Potenzial, als Du je für möglich gehalten hättest.  Egal, ob es um glückliche Beziehungen, mehr
    Selbstbewusstsein oder um Deinen Traumjob geht. Du kannst Dein persönliches
    Ziel erreichen, wenn Du es wirklich willst.

     

    Die Wahrheit ist: Deine Lösung ist nicht irgendwo da
    draußen. Deine Lösung ist in Dir. Sie wartet darauf, dass Du sie entdeckst. Und
    das ist das eigentliche Wunder!

     

    Das wünsche ich Dir von Herzen. Alles Gute, Deine Claudia

     

     

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    Alles Glück, das wir nicht sehen…

    Alles Glück, das wir
    nicht sehen…wie Du mit einem einfachen Perspektivwechsel ein bewussterer und glücklicherer
    Mensch werden kannst.

     

    In diesem Artikel stelle ich Dir eine kleine, aber
    hochwirksame Übung aus meiner Praxis vor, mit der Du Deine Wahrnehmung aufs
    Gelingen ausrichten kannst um sehr viel mehr Lebensfreude zu empfinden.
    Außerdem zeige ich Dir, wie Du durch Meditation mehr Dankbarkeit empfinden und
    dadurch zufriedener und glücklicher werden kannst. Aber Vorsicht, dieser
    Artikel könnte Dein Leben verändern…

     

    ——————————————————————————————————-

    Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf
    das Große vergebens warten.

    Pearl s. Buck

     

     

    Ach ja, das Glück, dieses flüchtige Etwas. Es ist wie ein
    Schmetterling. Meistens jagen wir ihm nach, dem begehrten Gefühl und immer
    scheint es gerade dort zu sein, wo wir nicht sind. Kaum glauben wir es zu
    erhaschen, ist es schon wieder anderswo unterwegs….

     

    Stattdessen haben wir ständig irgendwelche Probleme. Und
    dann sind wir meist traurig, über irgendetwas, dass wir gerade NICHT haben. Ist
    Dir das schon mal aufgefallen?

     

    Wir bedauern etwas, dass wir NICHT geschafft haben, etwas NICHT
    bekommen zu haben, irgendetwas nicht NICHT verdient zu haben.

    Die Liebe, das Geld, die Gesundheit, den Erfolg, es gibt
    immer etwas, dass wir gerade nicht oder nicht genug haben und von dem wir gerne
    mehr hätten. Also haben wir immer genügend Gründe, über all das NICHT-SEIN,
    NICHT-HABEN, NICHT- WERDEN deprimiert zu sein. Und wenn wir in dieser
    Sichtweise bleiben, hört dieser Negativ-Modus niemals auf. Wir haben Übung
    darin. Immerzu scheint etwas zu fehlen, zum perfekten Glück. Ganz schön
    traurig, oder?

     

    Wieso eigentlich?

     

    Weil wir unsere Wahrnehmung darauf trainiert haben. Unser
    Verstand ist ein riesiger Biocomputer.Er tut genau das, worauf wir ihn
    spezialisiert haben. Wenn wir ihn beauftragen, nach all dem NICHT in unserem
    Leben zu suchen, dann wird er genau das tun. Er findet Gründe, uns traurig und
    besorgt zu machen. Absolut zuverlässig.

     

    Psychologen nennen dieses Wahrnehmungsphänomen
    „Problemtrance“. Unsere Wahrnehmung ist selektiv. Unser
    Verstand kann seine Aufmerksamkeit nur auf jeweils eine Sache wirklich
    ausrichten. Darauf konzentrieren wir uns. Alles andere tritt in den Hintergrund
    und bleibt uns manchmal sogar komplett verborgen. Der Verstand blendet es dann
    schlichtweg aus. Wir sehen es nicht, obwohl es direkt vor unseren Augen ist.

     

    Genauso wie in diesem kleinen Experiment mit Gesichtern und
    Vase verhält es sich auch im wahren Leben. Wir neigen dazu, problemorientiert
    zu denken. Unser Verstand ist es gewohnt, nach dem zu suchen, was gerade NICHT
    funktioniert, was wir NICHT haben, oder was gerade NICHT da ist. Und deshalb
    scheint es manchmal so, als würden uns die Probleme regelrecht verfolgen. Kaum
    sind ein paar gelöst, fehlt schon wieder etwas anderes. Nie ist es, wie es sein
    sollte!

     

    In Wirklichkeit aber entgeht uns dabei etwas ganz
    Entscheidendes. Denn während wir davon gelähmt sind, was wir gerade NICHT
    haben, übersehen oder ignorieren wir vollkommen was wir haben, was schön ist,
    was gelingt. Diesen Teil der Realität blenden wir schlichtweg aus. Unser
    Verstand spielt uns einen Streich, genau wie in dem Bild mit den Gesichtern und
    der Vase.

     

    Uns so vergessen wir aus Versehen die Freude über das Glück,
    das jetzt in diesem Moment schon da ist. All die kleinen Dinge in unserem
    Leben, aus denen wir unsere Kraft und Energie ziehen und an die wir uns so sehr
    gewöhnt haben. Sie scheinen ganz normal, alltäglich. Aber sind Sie das
    wirklich?

     

    Nichts in unserem Leben ist selbstverständlich und schon gar
    nichts ist für immer. Nicht der Partner an unserer Seite, nicht das Geld auf
    dem Konto, nicht der sichere Job. Noch nicht einmal das Leben selbst. Nur
    merken wir das meist erst wie wertvoll uns Dinge, Menschen und Umstände sind,
    wenn wir sie NICHT mehr haben. Wenn uns etwas fehlt.

     

    Wie also rauskommen aus dieser Falle der
    Problemorientierung? Der Schlüssel zum Glück ist eigentlich ganz einfach. Er
    heisst DANKBARKEIT. Wir brauchen uns nur bewusst auf das auszurichten, was wir
    haben. Sobald wir unseren Verstand beauftragen uns all das zu zeigen, für was
    wir dankbar sein können in unserem Leben, erkennen wir wirklich den Wert
    dessen, was uns sonst so normal scheint. Wir ändern bewusst unsere
    Blickrichtung und werden achtsam, und das ändert unser gesamtes Erleben.

     

    Hast Du Lust, das einmal auszuprobieren. Du kannst sofort
    damit anfangen. Es ist ganz einfach. Du brauchst Dir dazu nur die folgenden
    Fragen zu stellen. Das funktioniert am besten, wenn Du Dir ein paar Notizen
    machst.

     

    1) Was in Deinem Leben hast Du jetzt, in diesem Moment über
    dass Du Dich freuen kannst?

    Vielleicht sind es die Sonnenstrahlen auf Deiner Haut, Dein
    Lieblingsfilm im Fernsehen, Deine Familie, der Umstand, dass Du gesund bist
    oder das freundliche Lächeln eines anderen Menschen. Denk einmal bewusst
    darüber nach, was gerade jetzt in Deinem Leben stimmt und in Ordnung ist. Lass
    Dich überraschen, was Du finden wirst,

    2) Was hast Du schon erreicht oder geschafft, was gelingt
    Dir gut in Deinem Leben? In welchem Bereich läuft es?

    3) Gibt es etwas, dass Dich stolz macht?

    4) Welche Begegnung hat Dich zuletzt inspiriert oder
    berührt? Mit welchen Menschen fühlst Du Dich verbunden oder wohl?

     

    Schau Dir jetzt einmal Deine Notizen an? Was fällt Dir auf?
    Wie fühlst Du Dich, wenn Du all das betrachtest, was Du jetzt schon hast?

     

    Wir müssen nicht immer auf das große Glück warten. Kleinigkeiten
    sind das, was uns glücklich macht. Die Kunst ist, sie bewusst wahrzunehmen, die
    schönen Momente zu sammeln wie kostbare Perlen.

     

    Wenn wir immer zu dem großen Glück hinterher jagen,  wir sie nicht sehen können, was uns jetzt
    schon an Schönem, an Gelingendem und Hoffnungsvollem umgibt, dann fehlt uns die
    bewusste Wahrnehmung. Genaugenommen sind wir dann nicht da, unsere Wahrnehmung
    ist nicht im Jetzt und Hier.

    Wir sind dann woanders, bei dem was wir nicht haben. Und
    dass uns traurig macht.

    Wir verpassen das Leben, wenn wir dem NICHT nachlaufen mit
    unserer Aufmerksamkeit. Wir warten und warten auf die Freude, das Glück, die
    Liebe. Dabei ist Sie immer schon da.

    Wir sehen Sie nur nicht

     

    Das Schöne lauert überall. Immer. Wenn Du willst, kannst Du
    es sehen und Deine Wahrnehmung auf Dankbarkeit ausrichten. Du kannst es
    trainieren. Wenn Du ein paar Tage lang, diese Wahrnehmungsübung machst, dann
    wird sich Deine Realität verändern. Viele meiner Klienten haben sich diese
    Übung zum persönlichen Ritual gemacht. Du kannst Sie als PDF am Ende des
    Artikels herunterladen.

     

    Auch ich selbst sammle jeden Abend kurz die schönen Seiten
    des Tages und schreibe Sie in mein Achtsamkeitsbuch. Oft staune ich darüber,
    wie viele Schätze sich in meinem Leben finden lassen, selbst an Regentagen. Und
    an denen ist es ganz besonders wichtig 😉

     

    Dankbarkeit und Liebe sind die stärksten Energien überhaupt.
    Eine sehr hilfreiche Methode ist es daher auch, sich täglich eine kurze Meditation
    in Dankbarkeit anzugewöhnen. Wenn Du Dich für ein paar Minuten ruhig hinsetzt,
    Deine Augen schließt und Dich auf das konzentrierst, was es Freude in Deinem
    Leben gibt, wird sich Dein Fokus verändern. Mach es zu Deinem Ritual und
    verändere Dein Leben.

     

    Drei Minuten täglich reichen aus, um Deine Wahrnehmung
    dauerhaft zu verändern. Das verhindert zwar nicht Dein Problem. Aber es bietet
    einen Ausgleich, einen Kontrast und es gibt Energie um an Lösungen zu arbeiten.
    Es macht Dich glücklicher. Probier es aus. Es wirkt 😉

     

    In den Shownotes findest Du die Wahrnehmungsübung aus meiner
    Praxis als PDF Datei. Das ist mein Geschenk für Dich.

     

    Du möchtest eine Anleitung zur Meditation? Die geführte
    Meditation der „Der Ort der Stille“

    eignet sich ganz hervorragend zur Übung der bewussten
    Dankbarkeit. Du kannst Sie als Download oder auf CD in meinem Onlineshop
    bestellen. Und weil Du, liebe Blogleserin mir besonders am Herzen liegst,
    schenke ich Dir zu Deiner Bestellung eine weitere Meditation aus meinem
    Programm als Download. Schreib mir einfach eine Mail mit der Bestätigung Deiner
    Bestellung an blog@leben-lieben- lassen.de und schreib mir dazu, welche
    Meditation Du Dir als Geschenk  von mir wünschst.
    Ich schicke Dir dann gerne den Downloadlink als Bonus zu.

     

    Herzlichst, Deine Claudia

     

     <a href=“http://podster.de/claim/1dZ9du5G14dZ5de8dJ „>Mein Podcast bei podster</a>

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    Unsere Angst zu Scheitern verschließt die Tür zum Erfolg

    In dieser Folge entführe ich
    Dich in die Abgründe des Versagens. Du erfährst, warum es ganz normal ist,
    immer mal wieder auf die Nase zu fallen und warum Du erst durch die schlimmsten
    Bruchlandungen Deines Lebens Deine wertvollsten Fähigkeiten zur Ausprägung
    bringst.

    Versagen,
    scheitern, verlieren…- diese Wörter haben beinahe magische Kräfte. Leider
    nicht im positiven Sinne.

    Sie
    symbolisieren eine unserer größten Ängste, die Angst nicht gut genug zu sein,
    schlechter abzuschneiden als andere und deswegen weniger wertvoll zu sein. Die
    Angst, nicht dazuzugehören. Sie lösen sofort Emotionen in uns aus, Ängste und
    Erinnerungen an vergangene Misserfolge und eigenes Versagen. Und das will
    wirklich niemand haben, schließlich leben wir in einer Kultur der Gewinner.

    Hast
    Du Dich auch schon mal wie ein Verlierer gefühlt? Ganz klein, dumm und wertlos?
    Kennst Du das Gefühl, wenn sich Dein Lebenstraum in Luft auslöst, Deine
    Beziehung zerbricht, Deinen Job ein anderer bekommt oder Deine beste Freundin
    nichts mehr von Dir wissen will? Weißt Du wie es ist, wenn plötzlich alles
    verloren scheint? Scheitern ist manchmal wie ein Unwetter, dass durch Dein
    Leben tobt- und manchmal ist es ein leise schleichender Prozess. Und es ist
    immer eine Katastrophe. Nichts für Feiglinge.

    Wir
    leben in einer Gesellschaft, in der nur das Gewinnen zählt. Wir sind ständig
    bemüht, so zu tun, als könnten wir alles schaffen. Erfolgreich sein, das ist
    was zählt, das was uns wirklich Anerkennung verschafft und die Wertschätzung
    unserer Mitmenschen. Höher, weiter, schneller. Das ist, was zählt und was uns
    Ansehen bringt.

    Scheitern
    dagegen ist peinlich, mitleiderregend oder sogar abstoßend. Eine Bruchlandung
    im eigenen Lebensentwurf, die beweist, dass wir unfähig sind oder nicht hart
    genug für unser Ziel gearbeitet haben. Der Misserfolg ist meist eine große
    Enttäuschung für uns und andere, eine Kränkung des eigenen Ich. Etwas, wofür
    wir ganz allein die Verantwortung tragen. Wenn wir scheitern, verlieren wir an
    Wert, so glauben wir.

    Wirklich?

    Versagen
    ist menschlich, Misserfolg vorprogrammiert. Das klingt erst einmal provokant
    und steht scheinbar ganz im Gegensatz zu allem, was Erfolgsseminare, zahlreiche
    Ratgeberbücher und selbsternannte Experten propagieren. Aber es ist wahr. Denn
    das Leben ist nicht vorhersehbar. Unser Weg besteht aus Versuch und Irrtum.

    Wenn
    wir etwa wagen, uns einer Herausforderung stellen, dann liegen die Optionen von
    Erfolg und Misserfolg immer dicht beieinander. Die Chance zu scheitern ist eine
    natürliche Begleiterscheinung unseres Strebens nach Entwicklung, ein deutliches
    Zeichen unseres Willens zur Veränderung. Genau genommen ist jeder Fehler den
    wir uns leisten, ein Beweis dafür dass wir auf dem Weg sind.

    Wir
    können das Spiel des Lebens nur spielen, wenn wir uns auf das Risiko des
    Scheiterns einlassen, den Mut habe Neuland zu betreten und Fehler zu machen.
    Wenn wir ein Ziel verfolgen, müssen wir eine Realität akzeptieren, die die
    Möglichkeit des Versagens genauso in sich trägt, wie die des Erfolgs. Es gibt
    keine Sicherheit, auch wenn wir uns das noch so sehr wünschen. Es gibt nur
    verschiedene Grade von Unsicherheit. Und wenn ich ganz ehrlich bin, mir macht
    das auch manchmal Angst. Aber ich lerne immer wieder zu akzeptieren, dass die
    Realität ist wie Sie ist.

    Was
    auch immer wir als Ziel ins Auge fassen, wir können es  nur dann erreichen, wenn wir uns aus unserer
    Komfortzone herausbewegen und auf die vertraute Sicherheit verzichten. Das ist
    der Preis der Veränderung. Wir können uns immer wieder neu entscheiden, ob wir
    Neuland entdecken wollen und uns dabei vielleicht die Nase blutig schlagen-
    oder ob wir unser Leben in den eingetretenen Bahnen verbringen wollen. Aber
    ehrlich, nicht mal das bedeutet 100-prozentige Sicherheit.

    Die
    Biographie vieler Menschen zeigt zudem, dass es Ihnen erst aus dem Chaos des
    Scheiterns heraus möglich war, einen neuen Lebensweg einzuschlagen. Wenn der
    große Plan nichts mehr ist, als ein Haufen Scherben, dann kann es sein, dass
    wir zu großen Wendungen fähig sind, dass uns ungeheure Kräfte erwachsen.

    Oft
    sagen Klienten dann: „ Wenn ich von heute aus auf diese schlimme Zeit
    zurückschaue, dann hatte alles doch irgendwie einen Sinn. Sonst wäre ich nie an
    den Punkt gekommen, an dem ich heute bin.“ Wenn wir beginnen, das Scheitern vom
    Status des Endgültigen zu befreien, dann können wir sehen, dass es ein
    Wegweiser sein kann oder ein Hinweis darauf, wie etwas nicht funktioniert. Ein
    Zustand, der dazu einlädt, über neue Lösungsansätze und Handlungsstrategien
    nachzudenken, alte Denkmuster über Bord zu werfen.

    So
    gesehen, machen Misserfolge sogar Sinn. Das Scheitern eines Projektes ist nicht
    das Ende. Es ist nur das Ende eines Versuchs, sich einem bestimmten Thema zu
    nähern. Es lohnt sich immer, einen neuen Versuch zu wagen. Erfolg ist
    schließlich, wenn man´s trotzdem macht!

     

    In
    meiner Arbeit mit Klienten arbeite ich gerne mit folgender Metapher:
    „Stellen Sie sich doch mal vor, wie Sie als kleines Kind laufen gelernt
    haben. Mühsam haben Sie sich auf Ihre wackligen Beinchen gestellt und haben
    versucht, Ihre ersten Schritte in die Welt zu machen. Immer wieder sind Sie auf
    die Nase gefallen, Sie waren enttäuscht und frustriert. Vielleicht haben Sie
    sogar geweint. Aber Sie haben nicht aufgegeben. Sie haben es immer wieder
    versucht. Und? Können Sie heute laufen?“

    Tja,
    so wie mit dem Laufen lernen geht es uns eigentlich das ganze Leben über. Wir
    lernen durchzuhalten, wieder aufzustehen, weiterzumachen. Es neu zu versuchen
    und vieles andere mehr.

    „Gehts
    Dir gut, oder lernst Du gerade etwas?“

    Ich
    hab meine besten Lektionen beim Scheitern gelernt. Nicht, dass ich etwa ein Fan
    davon wäre. Dennoch waren es meine eigenen emotionalen Bruchlandungen, die mich
    immer wieder auf das Thema Persönlichkeitsentwicklung gestoßen haben. Es waren
    meine Beziehungskatastrophen, die in mir das Interesse an den Zusammenhängen in
    Beziehungssystemen geweckt haben. Heute habe ich diese Themen zum Beruf
    gemacht. Ich kenne vieles, was meine Klienten erleben aus eigener Erfahrung.
    Das ist etwas anderes, als Wissen aus Büchern zu saugen. Und das spüren meine
    Klienten. Ohne mein eigenes Scheitern wäre das nie möglich gewesen.

    Und
    was bedeutet das für Dich? Wer wärst Du ohne Dein Scheitern? Mit Sicherheit
    nicht die Person, die Du heute bist. Mit der folgenden kurzen Übungen kannst Du
    herausfinden, welche wertvollen Schätze die Katastrophen Deines Lebens Dich
    haben entdecken lassen.

    Nimm
    Dir ein paar Minuten Zeit, ein Blatt Papier und einen Stift. Überlege Dir drei
    Situationen in Deinem Leben, in denen Du Deiner Meinung nach gescheitert bist,
    in denen Du wirklich am Boden warst. Situationen, in denen Du nicht mehr weiter
    wusstest. Schreib Sie links auf das Blatt untereinander.

    Fertig?

    Okay.
    Wie bist Du aus diesen Situationen wieder rausgekommen? Wie hast Du sie
    überwunden? Denk genau nach, was Dein Anteil daran war, was Du dazu beigetragen
    hast. Schreib das neben die jeweilige Katastrophe in die Mitte des Blattes.

    Gut.

    Und
    nun das Beste: was hast Du aus der jeweiligen Situation gelernt, was hast Du
    erkannt? Was war das, was Du daraus mitgenommen hast? Was daran hat Dich
    weitergebracht? Welcher Schatz hat sich für Dich herauskristallisiert, nachdem
    das Tal überwunden war? Welchen Menschen hat das aus Dir gemacht? Wärst Du
    dieselbe, wenn Dir das nicht passiert wäre?

    Ich
    bin gespannt, welche verborgenen Kräfte Dein Scheitern in Dir geweckt hat und
    wenn Du magst kannst Du Deine eigenen Erfahrungen über die Kommentarfunktion
    mit mir teilen.

    Ich
    freu mich auf Dich.

    Herzlichst,
    Deine Claudia

     

     

     

    Warum Du nicht immer alles musst was Du kannst, um erfolgreich zu sein

    In diesem Artikel geht
    es um eine ganz persönliche Erfahrung, die Du vielleicht auch kennst. 
    Ich verrate Dir, wie
    ich mich unglaublich unter Druck setzte um erfolgreich zu sein und wie ich mich
    mit drei einfachen Fragen davon befreite.
     

    Auf meine Beharrlichkeit bin ich immer stolz gewesen. Dass
    ich durchhalten kann und vieles ausprobiere, das hat mich in meinem Leben sehr
    oft Grenzen überwinden und viele Ziele erreichen lassen. Ich kann mich dafür  ordentlich reinhängen, mich ins Zeug legen und
    ja- ich möchte vorwärts kommen. Und zu meinen Grundsätzen gehört die
    Überzeugung, dass sich in jedes Menschen Leben immer wieder neue Möglichkeiten,
    Inspirationen und Chancen zeigen- man muss Sie nur wahrnehmen und ergreifen.

    Ehrlich gesagt, hab ich mir deshalb nie wirklich erlaubt,
    mich vor irgendetwas zu drücken oder irgendeine Möglichkeit auszulassen, die
    sich im Hinblick auf mein jeweiliges Ziel gerade bot.

    So habe ich (fast) immer geschafft, was ich mir vorgenommen
    habe. Klingt nach einer Erfolgsstory, oder? Aber das ist nur die halbe
    Wahrheit. Mach das bitte nicht nach.

    Denn die Sache hat auch einen großen Haken. Um ehrlich zu
    sein, habe ich mich mit meiner Erfolgsstrategie nämlich auch immer wieder sehr
    stark unter Druck gesetzt und manchmal habe ich es gar nicht bemerkt. Der Grund
    dafür war, dass ich mich immer wieder zu Sachen zwang- die ich eigentlich gar
    nicht wirklich wollte. Ich erlaubte mir einfach nicht, etwas abzulehnen, eine
    Möglichkeit auszulassen oder eine Chance zu verpassen. Schließlich hatte ich ja
    ein Ziel…

    Oft hab ich dabei sogar meine innere Stimme bewusst
    übergangen, wenn sie mir sagte: „Tu das nicht, das ist nicht Dein
    Weg.“

    Mein kritischer Verstand hatte nämlich ein anderes Motto. Er
    sagte stets: „Wo die Angst ist, da ist der Weg.“ Und ich hörte auf
    ihn.

    Vor ein paar Monaten kam wieder so ein Moment voller
    Chancen. Auf Empfehlung einer Klientin bekam ich überraschend das Angebot ein
    Seminar zum Thema „Persönlichkeit und Beziehung“ zu leiten. Bingo!
    Genau mein Thema! Es stimmte einfach alles, das Honorar war ein Traum.
    Folgeaufträge waren in Aussicht gestellt. Ich brauchte nur noch zuzusagen.

    „Wow“, dachte ich im ersten Moment. „Was für
    eine Riesenchance!“ Doch die richtige Freude wollte nicht wirklich
    aufkommen. Und es gibt auch einen Grund dafür. Ich sage das nicht gern, aber es
    ist nun mal die Wahrheit:

     

    Ich gebe nicht gern
    Seminare. Mit einer größeren Gruppe Menschen zu arbeiten ist einfach nicht mein
    Ding. War es noch nie! Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich mit Einzelpersonen
    oder Paaren arbeite.

     

    Ich weiß! Bei diesem Statement denkt man sofort an innere
    Blockaden, alte Ängste und Selbstzweifel. Ja, das dachte ich auch. Glaub mir,
    ich hab damit immer wieder gearbeitet, an meinen Glaubenssätzen, mit dem
    inneren Kind und allen möglichen anderen Methoden. Und ich habe mich bewusst
    konfrontiert, habe Vorträge gemacht und Seminare gegeben. Du kennst ja das
    Motto: „Tschaka, Du schaffst es!“

    Klar. Ich habe es immer geschafft. Sogar ganz gut, glaube
    ich. Jedenfalls wenn es um die Außenwirkung ging oder darum,  die Teilnehmer zufriedenzustellen und meine
    eigenen Ansprüche. Aber habe ich es gerne gemacht? Hatte ich Freude dabei? Kam
    etwas in mir ins Fließen?

    Ganz ehrlich? Nein. Es
    war immer anstrengend, ich fühlte mich angespannt und nicht wirklich wohl. Das
    war nicht wirklich ich.

    Ich beschloss also irgendwann, es zu lassen. Schluss mit der
    Quälerei und dem ständigen Anlauf nehmen. Schließlich kann nicht jeder eine
    Rampensau sein, oder?

    Damit kam ich ganz gut klar. Alles bestens. Bis zu dem Tag,
    an dem mir dieses ganz besondere Angebot ins Haus flatterte. Und nun?

    Ich MUSS das einfach machen, dachte ich. Dachte mein kritischer
    Verstand, um genau zu sein. Er sagte: Du wirst es für immer bereuen, wenn Du
    jetzt nein sagst. Davon träumt doch jeder Coach. Das ist der nächste
    Erfolgsschritt.

    „Lass es“, sagte meine Intuition. Eine leise
    Stimme. Sie hatte keine Chance. Also nahm ich den Auftrag an und anfangs war
    ich stolz auf mich.

    Erst einmal passierte nichts, außer dass die Zeit verging.
    Der Termin rückte näher. Ich begann, das Seminar vorzubereiten. Und plötzlich
    befiel mich eine Art lähmende Starre. Zweifel plagten mich. Ich wollte das
    nicht, ich hatte Angst. Ein innerer Widerstand. Zum Ausreißen! In Gedanken erwog
    ich irgendwelche Ausflüchte: eine plötzliche Erkrankung, ein familiärer
    Notstand, ich war ziemlich kreativ. Was nichts half- denn Kneifen kam nicht in
    Frage für mich.

    Es wurde immer schlimmer. Und damit meine ich wirklich
    schlimm. Ich konnte an nichts mehr anderes denken, als an das blöde Seminar.
    Ich fühlte mich wie ein Opferlamm auf dem Weg zur Schlachtbank. Hilflos,
    machtlos und klein. Kein Entrinnen möglich.

    Als ich nachts nicht mehr schlafen konnte, begriff ich dass
    irgendetwas komplett aus dem Ruder gelaufen war. Ich setzte mich hin und
    stellte mir die gleichen Fragen, die ich auch einer Klientin in so einer
    Situation stellen würde:

     

    – Tue ich das was ich
    tue, aus Angst, aus Liebe oder aus Hoffnung?

    – Wenn ich das
    Seminar gebe, was habe ich dann für mich erreicht? Wird es mich glücklicher
    machen?

    – Muss ich wirklich
    immer alles, was ich kann? Wer sagt das?

     

     Auf der Suche nach Antworten stieß ich auf unliebsame innere
    Haltungen. Man könnte sie als gute, alte Bekannte bezeichnen. Vielleicht kennst
    Du sie ja auch:

     

    – die Angst,
    loszulassen

    – der innere Drang
    nach Perfektion

    – die Absicht, fremde
    Erwartungen und Vorstellungen zu erfüllen

    – die Angst vor Fehlern
    und Versagen

    – die Befürchtung,
    abgelehnt oder bewertet zu werden

    Zugegeben, es ist nicht ganz einfach sich ganz ehrlich
    seiner eigenen Wahrheit zu stellen. Aber als ich mir darüber klar wurde, dass
    meine eigentliche Motivation zu diesem Auftrag eigentlich das Resultat meiner
    Ängste und Zweifel war und nicht die Liebe und die Leidenschaft zu meinem
    Beruf- da wurde es plötzlich einfacher.

     

    Ich gab mir folgende Erlaubnisse:

    – Ich muss nicht alles machen, nur weil ich es kann!

     

    – Ich darf „Nein“ sagen!

     

    – Ich darf das tun, was sich mit meiner Freude und Leidenschaft
    verbindet !

     

    – Ich darf unperfekt sein!

     

     

    Von da an war alles einfach. Ich fühlte Stimmigkeit in mir.
    Ich wusste, was zu tun war. Ich rief den Auftraggeber an und sagte einfach ab.
    Ich verwendete keinerlei Ausreden, ich sagte einfach genau das, was meiner
    inneren Wahrheit entsprach.

    Dass ich mich herzlich bedanke, aber ich wahrscheinlich
    nicht die Richtige für diesen Auftrag sei. Dass ich mich nicht wirklich wohl
    vor großen Gruppen fühle und dann wohl auch nicht die Beste für diesen Job sein
    könne. Dass ich ihm gerne eine Kollegin empfehlen würde…

    Und was soll ich Dir sagen, es war gar nicht schwer! Es
    musste mich nicht einmal anstrengen. Denn diese Worte kamen aus meiner
    innersten Überzeugung. Wir beendeten das Gespräch mit einem Lachen…

    Wow! Was dann kam, ist einfach unbeschreiblich. Ich fühlte
    mich unendlich frei! Es war so, als wären Tonnen von Steinen von meinen
    Schultern genommen worden. Ich war so fröhlich und wie schon lange nicht mehr,
    dabei hatte ich mir gerade einen gut dotierten Auftrag durch die Lappen gehen
    lassen.

    Aber ich stand mir endlich nicht mehr selbst im Weg. Was für
    ein großartiges Gefühl!

    Und was hat das mit Dir zu tun? Ganz einfach, ich möchte Dir
    Mut machen. Immer wieder in unserem Leben gibt es Situationen, in denen wir
    aufgefordert sind uns zwischen Fremd- und Selbstbestimmung zu entscheiden. Zu
    uns selbst zu stehen und Mut zu haben, einen individuellen, ganz eigenen Weg
    einzuschlagen ist gar nicht so leicht. Aber es ist wichtig und das wertvollste
    Geschenk, dass wir uns selbst machen können.

     

    Deshalb ist es manchmal besser abzusteigen, als einen toten
    Gaul ewig weiterzureiten. Das kann bedeuten, Menschen loszulassen, die Dir
    nicht mehr gut tun. Es kann aber auch um Deine eigenen überhöhten Ansprüche
    oder die Vorstellungen anderer Menschen gehen.

     

    Wer A sagt, muss eben nicht immer B sagen. Das ist nichts
    weiter als eine starre Vorstellung, mit der wir uns unnötig quälen. Das Leben
    aber verändert sich ständig. Es ist lebendig, es fliest, es bewegt sich: in
    Dir, mit Dir, um Dich herum. Deshalb reicht es nicht, starre Wertvorstellungen
    und Regeln über alles zu stülpen und uns selbst darin einzusperren.

     

    Unser Leben gelingt immer dann, wenn wir flexibel und
    situativ spüren und erkennen, was JETZT gerade für uns stimmt.

     

    Anzuerkennen dass ich nicht alles muss, was ich kann- das
    ist mir wirklich schwer gefallen. Am Ende aber hat mich dieses Problem frei
    gemacht. Die wirkliche Herausforderung für mich war nämlich gar nicht das
    Seminar, sondern die Erlaubnis eine scheinbar wertvolle Chance zum Erfolg auszulassen.

     

    Der wirkliche Erfolg aber war das Loslassen. Es hat mich
    frei und glücklich gemacht. Und wenn ich es kann, kannst Du es auch!

     

    Und? Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht? Was ist Dein
    ganz persönliche Schwierigkeit, etwas loszulassen? Und wie hast Du es
    geschafft?

     

    Vielleicht magst Du Deine ganz eigenen Erfahrungen dazu in
    der Kommentarfunktion mit uns teilen? Ich freue mich, von Dir zu hören?

     

    Herzlichst, Deine Claudia